Hat sich die Rassentrennung in der Musik weitgehend erhalten?

In den 60ern galt noch, Blues ist schwarz und Rock ist weiß. Natürlich gibt es heute weitaus mehr populäre Musikstile, aber dennoch scheint man in vielen Bereichen der Musik weitgehend unter seinesgleichen bleiben zu wollen – von Ausnahmen wie z.B. Eminem abgesehen. Mir sind keine Farbigen aus der Metal-Ecke bekannt und auch nur wenige erfolgreiche weiße Blues-Musiker.
Vielleicht irre ich ja auch, und deswegen möchte ich hier nach euren Eindrücken und (Er)Kenntnissen fragen.

18 Kommentare zu „Hat sich die Rassentrennung in der Musik weitgehend erhalten?“

  1. Secular Humanist sagt:

    Alberich – RASSEN-Trennung – was sind das fuer Toene?
    Haette ich NIE von dir gedacht.
    Diesen Ausdruck benuetzt man nicht!!!!!!!!!!!!

  2. Smutje Fritz sagt:

    …deine annahme ist falsch…!!!…du kennst diese musiker bloss nicht…

  3. Night Wolfe sagt:

    Schwarze aus der Metalecke gibt es sehr wohl:
    Living colours z. B.

  4. Gabi sagt:

    ich glaube nicht, schaut doch nur mal in europa die vielen guten Reggaebands an, auch in deutschland….

  5. lazyoli sagt:

    schwarzen fehlt im allgemeinen der selbsthass / selbstkritik für bestimmte ‘weiße’ musikrichtungen und weißen fehlt oft die (auch aggressive) enthemmtheit für eingie ‘schwarze’ musikrichtungen.

  6. Tina will ans Meer. sagt:

    hier zur info mal ein link. :-) bereich blues.http://www.roxikon.de/blues/blues-2/

  7. Freddy sagt:

    Hallo,
    ich denke, für den populären Bereich der Musikrichtungen trifft das in vielen Fällen tatsächlich zu. Aber oftmals bieten die einzelnen Musikrichtungen für die echten Fans da auch tolle Überraschungen – nur kennt man diese als Laie dann eher nicht.

  8. lianeno sagt:

    Soul ist doch auch keine “schwarze” Musik mehr, oder? Aber vlt. liegt es machen weißen auch nicht, wie z.b. Gospel (oder gibt es da nicht auch weiße? ) Aber hast recht, bei metal fällt mir jetzt auch kein schwarzer ein. Wobei bei Rock Jimi Hendrix doch kein weißer war oder?

  9. keks sagt:

    ..schau malhttp://board.gulli.com/thread/1509526-me…
    Ed Kong hat Ähnliches gefragthttp://de.answers.yahoo.com/question/ind…
    hier beschäftigt es ebenfalls einen userhttp://forum.worldofplayers.de/forum/arc…
    und hier halten sich die Antworten auch sehr in Grenzen..http://www.cosmiq.de/qa/show/251561/Koen…
    .

  10. Mimì sagt:

    Ich hänge mich jetzt mal an deinem Nick auf und setzte voraus, daß er nicht nur was mit “Tatort” zu tun hat.
    Also: warum gibt es auf den Opernbühnen dieser Welt nach wie vor sowenige schwarze Sänger? Vor allem schwarze Tenöre und Bässe (Sopranistinnen gab und gibt es ein paar, wenn auch wenige).
    Eben.

  11. TriPo2 sagt:

    Bei verschiedenen Musikstilen ist eben eine gewisse Eigenschaft – z.B. eine bestimmte Stimmlage oder Timbre in der Stimme o.ä. notwendig. Es gibt Ausreisser in die eine oder andere Richtung, aber im allgemeinen kann man von der (Gesangs-) Stimme auf den Interpreten schließen. Beispiel: Rick Astley (ein weißer Sänger in den 80ern wurde anfangs immer für einen schwarzen gehalten eben wegen seiner Stimme).
    Zu Metal & Co. kann ich nicht viel sagen, weil das in meinen Augen / Ohren keine Musik ist (Geschmäcker sind eben verschieden).

  12. moiza sagt:

    Dein Gesamteindruck ist nicht richtig, natürlich wird man in der deutschen Volksmusik kaum Afrikaner antreffen können, aber selbst das gab es schon mal :-)) (Billy Mo hies der Knabe meines Wisses). Bei Rock und Blues sind wohl alle Hautfarben vertreten. Ich bin einfach zu faul um das jetzt mit Clips zu dokumentieren.

  13. Andreas Karl sagt:

    Ich würde das nicht aus der ideologischen Sichtweise betrachten wollen. M.E. haben weiße und farbige Menschen ein anderes Rhythmusgefühl. Ich will weder das eine noch das andere Gefühl besser oder schlechter bewerten!!! Beide haben ihre volle Gleichberechtigung (!!!), unterscheiden sich aber grundlegend. Wenn man mit einem bestimmten Gefühl groß geworden ist, kommt man da nur schwer wieder runter. Daher bleibt vermutlich in den meisten Fällen jeder Musiker bei seinen Wurzeln.

  14. ? sagt:

    Gefällt mir, dass du über so etwas nach denkst.
    Also wie gesagt, früher war es so, ja. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass das so enthalten blieb. Aber trozdem sollte man in keine Rassentrennung ziehen, erst recht nicht in der Musik. Schau dir Jim Morrison an und Jimi Hendrix. Klar, beide habrlen unterschiedliche Musik gemacht, aber trozdem sind sie auf gewisse Art und Weise ein wenig in die selbe Richtung gegangen. Guck doch mal wie Jimi H. auf der Gitarre gerockt hat, der beste Gitarrist, obwohl farbige “doch eigentlich” für Hip Hop bekannt sind. Nicht, dass Jimi H. jetzt Metalmusik gemacht hat, ich hoff einfach nur, dass du verstehst was ich meine. Ich weiss, ich bin nicht so richtig auf den Punkt gekommen.

  15. Woodstoc sagt:

    Ja irgendwie hast du da recht.
    Ich kenn keinen Reagge Küstler der weiß ist,Heavy Metal ist untypisch für schwarz,Pop gehört überwigend den Frauen(siehe Michael Jackson),Klassik ist weiß,Rap schwarz.
    Das einzige das sich vermischt hat ist Jazz.
    Es ist eben so,hörst du Musik einer bestimmten Richtung verbindest du es unbewußt mit einer Volksgruppe.
    Aber das hat doch alles nix mit Rassentrennung zu tun.Musik soll Spaß machen,Freude und Emotionen aulösen.
    Für den Mauerbau sind Politiker und Generäle zuständig.
    Let`s Party go on.Egal ob Black or White !

  16. Ingrid R sagt:

    In Kuba konnte ich keinerlei musikalische Rassentrennung feststellen, obwohl es dort Weiße, Latinos, Mulatten und Schwarze gibt und ein Großteil der Bevölkerung Musik macht, hört und gerne tanzt. Allerdings gibt es auch dort Musikrichtungen, die mehr von Schwarzen bevorzugt werden wie Rumba, was auf afrikanisch-religiösen Traditionen beruht.
    Und bei uns sind die Musikstile und die Musik der Künstler meistens heute auch nicht mehr in Reinform vorhanden, es wird viel gemischt, experimentiert und fusioniert (z.B. Bluesrock, Rhythm and Blues), doch ich finde, das ist meistens eine Bereicherung. Jazz wäre auch so ein Beispiel.
    Was meinst Du zu Lenny Kravitz? Ist er eine Ausnahme?
    Auch beim Blues denke ich, gibt es viele gute weiße Musiker, vielleicht aber keinen an der Spitze.
    Meine persönliche Nr.1 ist John Lee Hooker, ein Schwarzer, und das führt zu meiner finalen Feststellung:
    Spätestens bei den Musikfans gibt es dann kaum noch Trennung von Schwarz und Weiß.

  17. Azul Alucris sagt:

    Also ich kenne mich jetzt nur mit Metal aus, werde also nur Aussagen darüber treffen.
    Ich kenn nun wirklich sehr viele Metalbands und davon ist nur eine nicht-weiß (aus den arabischen Gebieten), aber deren Namen fällt mir grade auch nicht ein.
    Metal ist allgemein außerhalb der “weißen Welt” kaum verbreitet. Insofern kann man schon sagen, dass es da in gewisser Weise ne Rassentrennung gibt, nicht etwa weil nicht-weiße nicht erwünscht wären, sondern weil einfach nur ein geringen Anteil von ihnen Metal hört.
    Musik hat ja auch immer viel mit der Lebenseinstellung zu tun und wenn man sich mal so umsieht, merkt man schon, dass sie meisten Farbigen (oder was auch immer der aktuelle politisch korrekte Ausdruck ist) eine ganz andere Lebenseinstellung als die Weißen haben (ob das nun von der Erziehung kommt oder genetisch veranlagt ist, ist dafür erstmal irrelevant). Und allgemein passt diese andere Lebenseinstellung einfach nicht so gut zum Metal.

  18. forceimu sagt:

    Das Publikum in den finanzstärlerem Ländern ist halt vorwiegend weiß, und PR soll doch über diese Identifikationsschiene laufen. Da kann man vielleicht Pubertierenden noch schwarze Underdogs nahebringen, aber der arrivierte Musikkonsument soll doch bitteschön was hören können, das so ist wie er/sie selbst. Musiker sind durchaus offen für alle möglichen Stile, aber Industrie und Medien treffen nun mal eine strenge, auf ein ideales Publikum gerichtete Vorauswahl und definieren die Schubladen, und das kann an durchaus rassistisch (im Sinn von “Musik a eignet sich nicht für Publikum b”) nennen. Muss man George Clinton wirklich als P-Funk verkaufen? Ist Rockmusik so viel anders als das, was er macht? (Von Anklängen an Disco oder lateinamerikanische Musik, die man sonst unter “Funk” findet, hat das nämlich nichts.”
    In New York hat sich deshalb vor -zíg Jahren die Black Rock Coalition gegründet, deren Mitglieder allerdings großteil auch keine reinen Rockmusiker sind, sondern fleißige Grenzüberschreiter (der Gründer Vernon Reid hat als Jazzer angefangen, Living Colour gegründet und später eine Hip-Hop-nahe Solo-CD gemacht). Die machen alternative Öffentlichkeitsarbeit und organisieren Konzerte mit solchen “untypischen” Bands; da haben allerdings nur die New Yorker etwas davon.
    Ich darf hier noch eine alte Antwort von mir (leider nur zum Thema Metal) zitieren (und nutze die Gelegenheit, Tippfehler zu berichtigen):
    Zählt Hendrix’ Band of Gypsies? Dann berühmterweise (wobei man ihr berühmtes erstes Album außer Acht lassen darf) Living Colour, Body Count, Korn, gemischt Sepultura und die Screaming Headless Torsos (und ich erwähne noch Guns and Roses mit Slash). Ach, und die Bad Brains machen auch keinen Punk mehr.
    Das war jetzt nur der Mainstream. Mehr findet man hier: http://www.blackrockcoalition.org/
    Quelle(n):
    Welches ist die dienstälteste Rockband? Die Chambers Brothers sind acht Jahre älter als die Rolling Stones und treten noch auf, ohne von Abschiedstourneen zu reden.