Befriedigt das Internet unseren ganz natürlichen Exibitionismus ?

Frei nach dem Motto, welches Andy Warhol bereits 1968 voraus sagte “In the Future, everyone will be famous for 15 minutes.”
Nun haben sehr viele Menschen die Möglichkeit, sich im Internet mit zu teilen oder eben auch zu einer gewissen Bekanntheit zu kommen (myspace, facebook, youtube etc).
Das Ego wird verwöhnt, die Persönlichkeit zur Schau gestellt, jeder darf sich mal zu Wort melden.
Doch wenn wirklich jeder die Möglichkeit dazu hat, sind wir dann nicht wieder am Anfang ? Zu viele Meinungen, Ansichten, Perspektiven und Überzeugungen machen es unmöglich zu einem Konsens zu kommen, verzerren und verbleichen nur alles. Der “schnelle” und leicht zu erreichende exhibitionistische Ruhm schlägt um in die Verwirrtheit der Vielfalt ?
Welche Ansichten habt ihr ?

2 Kommentare zu „Befriedigt das Internet unseren ganz natürlichen Exibitionismus ?“

  1. juri andropov sagt:

    ja persönlichkeit ist inflationär.

  2. Denilson sagt:

    Ich glaube Andy Warhol hatte nur teilweise recht. “Famous” werden die wenigsten und wenn überhaupt, dann zumeist nur im Mikrokosmos einer Community.
    In Y!C z.B. gibt es User, die sich im Laufe des Bestehens dieser Plattform ihre Loorbeeren verdient haben. Dieser Status hält dann auch länger als 15 Minuten an. Jedoch findet man vergleichbare Foren zu hauf.
    Im übrigen gilt dies nicht nur für das Internet. Das gesamte Entertainment-Geschäft ist schnelllebig geworden. Heute noch prominent, morgen schon “kalter Kaffee”. Konkurrenz belebt das Geschäft – zuviel Konkurrenz macht es undurchsichtig und verwirrend. Es ist genauso, wie in einem Restaurant mit 200 Gerichten auf der Speisekarte. Wir können nur einen Bruchteil ausprobieren und uns kaum auf ein Lieblingsmenü festlegen. Zum anderen leidet die Qualität jedes einzelnen Menüpunktes.
    Das Resultat ist, dass wir uns mit einem ständig erweiterten und wechselnden Unterhaltungsprogramm arrangieren und nur wenig unsere geistigen Fähigkeiten einsetzen, um uns eine wirkliche Meinung zu bilden oder uns gewinnbringend an dem Ideenpool bereichern. Wir stumpfen ab.
    Wir fühlen uns nicht unbedingt bereichert durch dieses Medium, wir nehmen es als Selbstverständlichkeit wahr. Genauso wie wir uns morgens ins Auto setzen um zu “Punkt B” zu gelangen.