Kommt eine virtuelle Gemeinschaft ausschließlich über das Internet zustande?

Ich frage mich, ob eine ein Netz aus Menschen, die täglich über Telefon eine Konferenz führen nicht auch eine virtuelle Gemeinschaft sind. Wieso verbindet man eine virtuelle Gemeinschaft immer mit dem Internet und Social Networks?

6 Kommentare zu „Kommt eine virtuelle Gemeinschaft ausschließlich über das Internet zustande?“

  1. trampoline pas cher…

    Kommt eine virtuelle Gemeinschaft ausschließlich über das Internet zustande? « Blog Big-Spider.de…

  2. DR Eisendraht sagt:

    Sie sollten sich Sekte nennen!

  3. Heidi is widder da sagt:

    Nein, denn virtuell heißt scheinbar oder nicht real. Personen, deren Stimme ich aber höre oder die ich persönlich kenne sind real.

  4. Font-Pet sagt:

    Na ja, auch die gutern alten Funkarmateure bildeten – und bilden ja eione virtuelle Gemewinschaft… CQ – DX…

  5. Jerry sagt:

    Interessanter Aspekt. Das Internet ist aus dieser Perspektive eigentlich nur die logische Fortführung von Brieffreundschaften.
    Ich denke, die sprachliche Festlegung hängt damit zusammen, daß in den letzten Jahren Virtualität generell fast ausschließlich mit computergenerierten Umgebungen verbunden wird. Aber im Prinzip könnte man wohl jede Kontaktform, die nicht mit persönlicher Anwesenheit verbunden ist, so nennen.

  6. Kaktus sagt:

    Wenn Du bei Wiki oder im Duden nachschaust, dann wirst Du unter virtuel die Erklärung finden, das eine Sache nicht in der Form existiert wie sie scheint zu existieren. Ich weiß nicht wer Du bist, aber trotzdem antworte ich Dir, weil Du real bist. Genauso verhält es sich zum Beispiel mit den Kontaktbörsen. Man knüpft eine Beziehung zu einem anderen User, ohne zu wissen, wer dieser überhaupt ist. Ich kann mir nur ein Bild von dem machen, was der andere User mir zur Verfügung stellt, in Form von Bildern oder Informationen. Ich muss sie hinnehmen, das ist virtuell. Anders verhält es sich mit meinen Freunden und Bekannten, die in Laufe der Zeit an andere Orte gezogen sind. Die Kommunikation funktioniert zum Großteil über das Internet. Trotzdem ist dieses Netzwerk kein virtuelles Netzwerk, wir kennen uns persönlich. Lediglich die Kommunikation ist eine andere geworden. Eine Telefonkonferenz kommt zum Beispiel dann zu stande, wenn es Gemeinsamkeiten gibt. Es geht um ganz konkrete Themen. Nicht wir, die Teilnehme, stehen im Mittelpunkt, sondern das Thema, welches bearbeitet werden muß. Dieses konkrete Thema hat keinen virtuellen Charakter. Daher ist zum Beispiel eine Telefonkonferenz keine virtuelle Gemeinschaft. In aller Regel kennen sich die Teilnehmer einer solchen Gemeinschaft aus anderen Situation, die nicht immer ein persönlichen Kontakt bedürfen.
    Auch der reine Telefonkontakt hat diesen faden Beigeschmack, jemanden nicht richtig zu kennen. Daher werden auch Treffen vereinbart. Ich arbeite sehr viel über das Telefon. Aber meine Firma legt wert darauf, dass ich die Möglichkeit bekomme, meine Partner gelegentlich zu treffen. Das ist Absicht und gerade in der Vorweihnachtszeit bietet sich die Gelegenheit, den Kontakt persönlich zu erneuern. Aber einem persönlichem Treffen bedarf es nicht unbedingt, denn selbst in einem Telefonat kann man sehr gut sein Gegenüber kennenlernen und einschätzen. Die Stimmlage, die Art und die Form seines Ausdruckes, all das kann man am Telefon mitbekommen. Ich kann mir direkt ein Bild von meinem Gegenüber machen, ohne ihn getroffen zu haben. Ich bekomme während eines Telefonates Eindrücke von meinem Gesprächspartner, die nicht’s mit dem Gesagtem zu tun haben. Und das ist der Unterschied zu einer virtuellen Gesellschaft.
    Wie ich schon geschrieben habe, virtuell ist etwas, was wie etwas scheint und doch (eventuell )anders ist. Und dazu bedarf es die Gewissheit, das Wissen. Die virtuelle Gemeinschaft ist schon so ausgelegt, dass es eher die Ausnahme ist, sich im “wahrem” Leben zu treffen. Wenn dies geschieht, dann ist die Gemeinschaft nicht mehr virtuell.
    Es gibt noch Bereiche die “grenzwertig” sind. Zum Beispiel eine Bewerbung oder eine Reaktion auf eine Annonce. Nur ist hier noch der Unterschied festzuhalten, dass eine Bewerbung die Bereitschaft zu mehr signalisiert. Ich signalisiere, dass ich eine Arbeit haben oder eine Beziehung eingehen möchte. Daher würde ich in solchen Situationen nicht von einer viruellen Gemeinschaft reden. Denn hier, bei YC. wird kaum einer das Interesse haben, jemanden persönlich kennen zu lernen. Der ein oder andere mag jetzt noch einwenden, dass man sehr wohl bei den einzelnen Usern die Reaktion kennt bzw, die Denkweise. Auch ich bin mir bei einigen ziemlich sicher, wie sie ticken. Aber ganz ehrlich, kann es vielleicht auch sein, dass man nur auf ein Profil anspringt, welches der andere von sich geben will, weil er weiß, dass die anderen nicht die Chance haben, ein eigenes Bild von jemandem zu finden. Irgendwie ist die virtuelle Gemeinschaft ein Spiel, mit ganz vielen Akteuren. Und draussen, im wahren Leben, würde man den Einen wiedererkennen, den anderen vielleicht aber nicht. Wer weiß? Und das ist virtuell.